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Kabelfehler

Kabelprüfung an Nieder- und Mittelspannungskabeln in ganz Österreich

Eine Kabelprüfung beginnt nicht mit einer Störung, sondern mit einer Frage: Hält dieser Abschnitt die nächsten Jahre? Anders als bei der Fehlermessung auf Nieder- und Mittelspannung, bei der bereits etwas ausgefallen ist und die Fundstelle gesucht wird, geht es hier darum, dass nichts ausfällt. Geprüft wird der Zustand – nach der Verlegung, in wiederkehrenden Abständen, vor der Übernahme eines Netzes oder nachdem in der Nähe der Trasse gebaut wurde. Sprechen Sie den geplanten Prüfumfang unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at durch, dann klären wir Abschnitte, Schalthandlungen und Termin.

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Techniker in Warnschutzjacke legt rote und grüne Messkabel an, im Vordergrund steht sein Multifunktionsmessgerät
Kabelfehler

Was wir vor Ort tun

Wir prüfen einzelne Abschnitte Ihres Netzes samt Muffen und Endverschlüssen, bevor eine Störung die Reihenfolge diktiert. Geprüft wird ausschließlich am freigeschalteten und geerdeten Abschnitt, die Schalthandlungen bleiben bei Ihrem Personal. Sie erhalten je Abschnitt ein Prüfprotokoll mit Zustandsbeurteilung und Empfehlung, vergleichbar beim nächsten Zyklus.

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Das Wichtigste auf einen Blick

VerfahrenVLF-Kabelprüfung nach DIN VDE 0276-620, Mantelprüfung
EinsatzbereichErdverlegte Nieder- und Mittelspannungskabel von Netzbetreibern, Stadtwerken, Kommunen sowie Industrie- und Gewerbebetrieben, einschließlich Muffen und Endverschlüssen
DauerRund 45 Minuten je Phase, im Schnitt zwei Stunden je Kabel – je nach Kabelart und Anzahl variabel
ErgebnisformatPrüfprotokoll als PDF je geprüftem Abschnitt, Zustandsbeurteilung mit Empfehlung
EinsatzgebietGanz Österreich, von Traiskirchen aus. In Süddeutschland wird diese Leistung nicht angeboten.

Für Netzbetreiber und Stadtwerke

Im Verteilnetz ist die Prüfung ein Planungsinstrument: Sie beantwortet, welcher Abschnitt als Nächstes erneuert gehört und welcher noch Reserve hat, bevor eine Störung die Reihenfolge diktiert. Drei Anlässe wiederholen sich – die Abnahme nach der Verlegung, die wiederkehrende Prüfung im Bestand und die Zustandsbeurteilung vor der Übernahme eines Netzes, wenn Anlagen den Eigentümer wechseln und die Bewertung belastbar sein muss. Die Ergebnisse werden je Abschnitt dokumentiert, damit sie sich mit späteren Messungen vergleichen lassen.

Für Industriebetriebe

Auf dem Werksgelände hängt an einem Mittelspannungsring meist die gesamte Produktion. Typischer Anlass ist die Beurteilung nach Bauarbeiten in der Nähe der Trasse: Ein Bagger muss ein Kabel nicht durchtrennen, um es zu beschädigen – ein verletzter Mantel bleibt jahrelang unauffällig, während Feuchtigkeit an den Schirm gelangt. Freischalten, Sichern und Erden bleiben bei Ihrer Betriebsmannschaft, das Messen übernehmen wir.

So läuft der Einsatz ab

1. Prüfumfang festlegen. Sie benennen Abschnitte, Kabeltyp, Baujahr, Länge und den Anlass der Prüfung. Daraus ergibt sich, welches Verfahren sinnvoll ist und was es aussagen kann.

2. Freischaltung und Freigabe. Ihr Personal schaltet frei, sichert gegen Wiedereinschalten und erdet nach Ihren Betriebsanweisungen. Geprüft wird ausschließlich am freigegebenen Abschnitt.

3. Prüfung und Aufzeichnung. Der Abschnitt wird nach dem vereinbarten Verfahren beaufschlagt und die Messung aufgezeichnet. Auffälligkeiten werden im Verlauf festgehalten, nicht erst am Ende.

4. Beurteilung und Übergabe. Sie erhalten die Zustandsbeurteilung mit Empfehlung. Zeigt die Prüfung einen Fehler, folgt die Ortung als eigener Schritt.

Technik und Verfahren

Wir prüfen mit zwei Verfahren, die sich ergänzen: Die VLF-Kabelprüfung beurteilt die Isolierung, die Mantelprüfung die Außenhülle. Geprüft wird nach DIN VDE 0276-620.

VLF-Kabelprüfung

VLF steht für very low frequency: Geprüft wird mit einer Wechselspannung von sehr niedriger Frequenz statt mit Netzfrequenz. Dass es diesen Umweg überhaupt braucht, hat einen bauartbedingten Grund.

Kunststoffisolierte Kabel dürfen nicht mit Gleichspannung geprüft werden – Gleichspannung lagert Raumladungen in die Isolierung ein und kann das Kabel schädigen, statt es zu beurteilen. Eine Prüfung mit Netzfrequenz wäre zwar naheliegend, bräuchte für einen längeren Abschnitt aber eine Blindleistung, die kein transportables Gerät aufbringt. Die sehr niedrige Frequenz löst beides: netzähnliche Beanspruchung der Isolierung bei einer Leistung, die sich vor Ort erzeugen lässt.

Prüfspannung und Prüfdauer richten sich nach Ihrer Vorgabe. Geben Sie keine vor, prüfen wir nach Norm.

Die Grenze liegt in der Aussage selbst – die Prüfung zeigt, ob der Abschnitt der Prüfspannung standhält, nicht, wie weit die Alterung fortgeschritten ist. Ein bestandener Abschnitt kann die Prüfung auch nur knapp bestanden haben.

Mantelprüfung

Geprüft wird der äußere Kunststoffmantel gegen Erde, also die Frage, ob das Kabel noch dicht ist. Das ist die Prüfung, die nach Bauarbeiten in der Nähe der Trasse zuerst ansteht, weil eine Mantelverletzung der häufigste unbemerkte Bauschaden ist. Die Grenze: Sie sagt, dass ein Mantelfehler vorliegt, nicht wo – dafür folgt die Mantelfehlermessung als Ortung.

Weiterführende Diagnostik

Über die Ja-Nein-Aussage hinaus gibt es Verfahren, die den Alterungszustand beschreiben statt nur die Standfestigkeit: die Teilentladungsmessung, die Schwachstellen der Isolierung zeigt, bevor sie zum Fehler werden, und die Tangens-Delta-Messung, die über den Verlustfaktor Alterung und Feuchtigkeitsaufnahme über die gesamte Länge beurteilt. Beide sind aufwendiger und in der Auswertung anspruchsvoller als eine Stehspannungsprüfung.

Was Sie bekommen

Sie erhalten ein Prüfprotokoll als PDF je geprüftem Abschnitt mit Prüfumfang, angewandtem Verfahren, Messwerten und einer Zustandsbeurteilung samt Empfehlung. Im Protokollkopf steht das angewandte Regelwerk – DIN VDE 0276-620 – samt vereinbarter Prüfspannung und Bewertungsmaßstab. Damit ist das Protokoll einer Abnahme oder einer Netzübernahme beilegbar und dient beim nächsten Prüfzyklus als Vergleichswert.

Kosten und Aufwand

Es gibt keinen Pauschalbetrag, weil Abschnittslänge, Kabeltyp, Prüfverfahren und Zugänglichkeit den Aufwand bestimmen; den Kostenrahmen stimmen wir vor dem Einsatz telefonisch ab.

Deckt die Prüfung einen Fehler auf und folgt darauf die Ortung, gilt dafür unsere Regel zur Nachmessung: Lag die Ortung daneben, gehen Nachmessung und Anfahrt zu unseren Lasten. Traf sie zu und wurde beim Aufgraben nur zu knapp oder zu flach gearbeitet, stellen wir die Anfahrt in Rechnung – an der Messung lag es dann nicht.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist der Unterschied zur Kabelfehlermessung?

Der Anlass. Bei der Fehlermessung auf Nieder- oder Mittelspannung ist bereits etwas ausgefallen und die Fundstelle wird gesucht. Bei der Prüfung ist nichts ausgefallen und der Zustand wird beurteilt. Beides kann aufeinander folgen, ist aber nicht dasselbe.

Die Prüfung zeigt einen Fehler. Was passiert dann?

Dann endet die Prüfung und die Ortung beginnt – als eigener Arbeitsschritt mit eigenen Verfahren. Wir stimmen mit Ihnen ab, ob im selben Einsatz weitergemessen wird oder ob Sie den Abschnitt zunächst intern bewerten.

Muss der Abschnitt für die Prüfung freigeschaltet sein?

Ja. Geprüft wird ausschließlich am freigeschalteten, gesicherten und geerdeten Abschnitt. Die Schalthandlungen führt ausschließlich Ihr dafür bestelltes Personal nach Ihren Betriebsanweisungen aus.

Nach welchem Regelwerk wird geprüft?

Nach DIN VDE 0276-620. Prüfspannung und Prüfdauer richten sich in erster Linie nach Ihrer Vorgabe – haben Sie eigene Betriebsvorschriften oder Abnahmebedingungen, prüfen wir danach. Liegt keine Vorgabe vor, gilt die Norm. Prüfumfang, Prüfspannung und Bewertungsmaßstab werden vor dem Einsatz schriftlich vereinbart und im Protokollkopf festgehalten, damit die Prüfung beim nächsten Zyklus vergleichbar bleibt.

Prüfen Sie auch in Süddeutschland?

Nein. Die Kabelprüfung bieten wir ausschließlich in Österreich an, von Traiskirchen aus. Für die Kabelfehlermessung gilt das nicht – die führen wir auch in Süddeutschland durch, siehe Fehlermessung Mittelspannung.

Fall schildern

Schildern Sie den Befund.

Je genauer Sie den Befund beschreiben, desto gezielter kommen wir an. Pläne, Messwerte und Fotos helfen uns, das Verfahren schon vorher festzulegen.

Was danach passiert

  1. Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
  2. Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
  3. Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.

Lieber sprechen?
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Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00

Ihren Fall schildern

Felder mit dem Zusatz Pflichtangabe müssen ausgefüllt sein.

Zum Beispiel: was aufgefallen ist, wo der Abschnitt liegt, was schon gemessen oder geschaltet wurde.

Ein paar schnelle Kreuze – wenn Sie mögen

Alles freiwillig. Kreuzen Sie an, was passt – gern auch mehreres. Was Sie nicht wissen, lassen Sie einfach frei.

Was ist der Anlass?
Welcher Kabeltyp?
Wie lang ist der Abschnitt, grob?
Abschnitt, Straßenzug oder Schachtnummer – was eben bezeichnet ist.
Bis zu acht Dateien, je höchstens 12 MB, zusammen 40 MB. JPG, PNG, HEIC, WebP oder PDF. Am hilfreichsten: der Bestandsplan des Abschnitts und die letzte Messreihe.

Telefon oder E-Mail – eines von beiden brauchen wir, um zu antworten.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.

Wir melden uns bei Ihnen. Ihre Angaben gehen ausschließlich an dienstleistung@cft.at und werden nicht weitergegeben.

Schildern Sie den Fall.

Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.

Anrufen +43 (0) 2252 53169

Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.

Wir kommen nicht, um zu suchen. Wir sind hier, um zu finden.

Die Entwicklung der Leitungs- und Rohrsuche, von rechts nach links: Wünschelrute, Sondierstab, elektromagnetischer Empfänger, Georadar.