Ortung und Vermessung
Verdeckte Schächte und Deckel orten in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Der Wasserzählerschacht liegt seit dem Gartenumbau irgendwo unter der Wiese, der Kontrollschacht unter der neuen Auffahrt. Solange der Deckel nicht gefunden ist, kommt niemand an den Zähler, den Anschluss oder den Abfluss – und aufgegraben wird auf Verdacht. Wir suchen den Deckel zerstörungsfrei und markieren die Stelle, an der geöffnet wird. Schildern Sie den Fall unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, Montag bis Donnerstag 8:00–16:30 Uhr, Freitag 8:00–12:00 Uhr.
Was wir vor Ort tun
Gibt es am Haus einen Zugang zur Leitung, fahren wir von dort mit Kameratechnik nach außen in Richtung Schacht und peilen den Kamerakopf an der Oberfläche an – der Schacht liegt dort, wo die Leitung ankommt. Ist überhaupt nichts bekannt, kehren wir die Richtung um und suchen die Fläche mit Magnetometer und Georadar ab, bis sich Deckel oder Schachtkörper abzeichnen.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Verfahren | Kamerabefahrung vom Hausanschluss nach außen, Sondenortung im Kamerakopf, Elektromagnetische Ortung des zuführenden Rohrs, Magnetortung (Magnetometer), Georadar (GPR) |
|---|---|
| Einsatzbereich | Schachtdeckel, Rahmen und Einstiege, Wasserzähler- und Kontrollschächte am Haus, im Hof und im Garten |
| Dauer | Eine bis vier Stunden, je nach Aufwand |
| Ergebnisformat | Markierung auf der Oberfläche, Dokumentation je nach Vorgabe als .pdf |
| Einsatzgebiet | Wien, Niederösterreich und Burgenland |
Wenn der Deckel verschwunden ist
Ein Schacht verschwindet selten auf einmal. Erst kommt eine Fuhre Schotter dazu, dann die neue Auffahrt, dann wächst Rasen darüber – und beim nächsten Mal weiß niemand mehr, wo er war. Gesucht wird er dann, wenn es eilt: Der Abfluss steht, der Zähler soll getauscht werden, der Anschluss soll gespült werden. Gesucht wird zerstörungsfrei, von zwei Seiten her: durch die Leitung von innen, wenn es am Haus einen Zugang gibt, sonst von der Fläche her. Geöffnet wird danach an einer Stelle statt an dreien.
So läuft der Einsatz ab
1. Anfrage und Unterlagen. Sie melden sich unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at. Hilfreich ist alles, was es gibt: alte Pläne, Fotos vor dem Umbau, die Erinnerung dessen, der den Deckel zuletzt geöffnet hat.
2. Zugang klären. Entscheidend ist, ob es am Haus einen Einstieg in die Leitung gibt – Revisionsöffnung, Reinigungsrohr, offener Anschluss. Gibt es einen, arbeiten wir von innen nach außen. Gibt es keinen, grenzen wir aus Leitungsverlauf, Fluchten und Gefälle die Fläche ein, auf der gesucht wird.
3. Orten. Mit Zugang fahren wir die Leitung vom Haus weg ab und peilen den Kamerakopf über die Sonde an der Oberfläche an, bis er unter dem Schacht steht. Ohne Zugang geht das Magnetometer flächig über den Bereich, Georadar zieht dort nach, wo kein Eisen liegt.
4. Markieren und übergeben. Der Fundpunkt wird markiert und fotografiert; das Freilegen übernimmt Ihr Installateur oder Ihre Baufirma.
Technik und Verfahren
Kamerabefahrung vom Hausanschluss nach außen
Der schnellste Weg zum Schacht führt selten über die Fläche, sondern durch die Leitung. Gibt es am Haus eine Revisionsöffnung, ein Reinigungsrohr oder einen offenen Anschluss, schieben wir die Kamera dort hinein und fahren nach außen – dem Gefälle nach, in die Richtung, in die das Abwasser läuft. Der Schacht ist dort, wo die Leitung ankommt: an der Einmündung, am Richtungswechsel, am Zusammenlauf zweier Stränge. Das Bild sagt außerdem, was einen dort erwartet, bevor jemand aufmacht. Nötig ist eine befahrbare Öffnung; Bögen, Versätze, Wurzeln und die Reichweite des Gestänges setzen die Grenze.
Sondenortung im Kamerakopf
Das Kamerabild allein sagt nur die Meterzahl, nicht die Stelle im Garten. Deshalb sitzt im Kamerakopf eine Sendesonde: Sie strahlt punktuell ab, und ihre Position ist an der Oberfläche samt Tiefenangabe anpeilbar, bis 2,5 m tief. Steht der Kopf in der Einmündung, steht der Bediener oben über dem Schacht. So wird auch ein Kunststoffrohr bis zum Schacht verfolgbar, an dem kein elektromagnetisches Signal hält.
Elektromagnetische Ortung des zuführenden Rohrs
Ist die Leitung metallisch oder liegt ein Suchband darin, geht es auch ohne Kamera: Auf Rohr oder Band wird ein Wechselstromsignal aufgebracht und der Verlauf an der Oberfläche verfolgt. Wo er endet, abknickt oder auf einen zweiten Strang trifft, liegt meist der Schacht. Das ist das Verfahren mit der größten Reichweite nach unten: bis 5 m. Nötig sind ein Ankopplungspunkt und ein leitfähiger Weg; in dicht belegten Trassen koppelt das Signal auf Nachbarleitungen über.
Magnetortung mit dem Magnetometer
Ist gar nichts bekannt – kein Zugang, keine Leitung, kein Anhaltspunkt –, wird die Richtung umgedreht und die Fläche selbst abgesucht. Das Magnetometer misst dabei die Störung des Erdmagnetfelds, die ein ferromagnetischer Körper verursacht. Gusseiserne Deckel und Rahmen zeichnen sich so auch unter Asphalt, Schotter und Erde ab, ohne aufgebrachtes Signal, und das schnell und flächig. Die Suchtiefe liegt bei maximal einem Meter – tiefer verliert sich die Störung im Erdfeld. Die zweite Grenze setzt die Umgebung: Kunststoff- und Betondeckel bleiben unsichtbar, und wo Bewehrung, Bauschutt oder Metallzäune liegen, geht der Ausschlag im Störsignal unter.
Georadar (GPR)
Wo kein Eisen liegt, arbeitet das Georadar dieselbe Fläche ab. Eine Antenne sendet kurze elektromagnetische Impulse in den Boden; an jeder Grenzfläche mit anderen elektrischen Eigenschaften wird ein Teil reflektiert und als Laufzeit aufgezeichnet. So werden Betonringe, Schachtkörper und der Hohlraum darunter sichtbar – genau die Fälle, an denen das Magnetometer nichts findet, und mit maximal zwei Metern doppelt so tief. Die Grenze ist der Boden: In bindigem oder nassem Material sinkt die Eindringtiefe, unter dichter Bewehrung wird das Bild unlesbar.
Was Sie bekommen
Die Markierung auf der Oberfläche ist das Ergebnis. Dort wird geöffnet, dafür ist sie da. Wir dokumentieren den Fundpunkt dazu – mehr sagen wir über die Stelle nicht zu.
Farbe auf Pflaster und Wiese übersteht Regen nicht lange. Wer den Schacht später wieder braucht, fotografiert die Markierung am besten selbst, solange sie frisch ist.
Kosten und Aufwand
Wir nennen keinen Betrag und keinen Richtwert, weil Suchfläche, Aufbau über dem Deckel und die Zahl der gesuchten Punkte den Aufwand bestimmen; den Kostenrahmen stimmen wir vorher telefonisch ab. Für die Nachmessung gilt wie bei jeder Ortung: War unsere Messung falsch, ist sie kostenlos; hat sie gestimmt und es wurde nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, wird die Anfahrt verrechnet. Die Trace-and-Access-Deckung der Gebäudeversicherung greift hier nicht, sie betrifft die Leckortung nach einem Wasserschaden.
Häufige Fragen und Antworten
Der Schacht steht in keinem Plan. Können Sie ihn trotzdem finden?
Meistens ja, weil wir nicht nach dem Plan suchen, sondern nach dem Bauteil. Gibt es am Haus einen Einstieg in die Leitung, fahren wir mit der Kamera von dort nach außen und kommen so vom bekannten Punkt zum unbekannten. Gibt es keinen, suchen wir die Fläche selbst ab: erst mit dem Magnetometer, dann mit Georadar.
Finden Sie auch Schächte aus Beton oder mit Kunststoffdeckel?
Nicht mit dem Magnetometer, dafür fehlt das Eisen. Dann führt der Weg über die Leitung: Kamera und Sonde vom Hausanschluss aus bis zur Einmündung. Ist auch das nicht möglich, bleibt Georadar, das den Schachtkörper und den Hohlraum darunter zeigt statt den Deckel.
Wie tief kann gesucht werden?
Das hängt am Verfahren, nicht am Schacht. Das Magnetometer reicht maximal einen Meter tief, Georadar maximal zwei. Über die Leitung kommen wir weiter: Die Sonde im Kamerakopf ist bis 2,5 m anpeilbar, die elektromagnetische Ortung des zuführenden Rohrs trägt bis 5 m. Deshalb steht die Frage nach dem Zugang am Anfang – von innen erreichen wir Tiefen, die von der Fläche aus nicht mehr anzeigen.
Muss ich vorher etwas wegräumen?
Die magnetische Suche stört jedes Eisen auf der Suchfläche: im Boden Bewehrung und Bauschutt, am Rand ein Metallzaun. Was fest liegt, lässt sich nicht wegräumen – dort ziehen wir das zweite Verfahren nach.
Und wenn Sie danebenliegen?
Dann messen wir nach. War unsere Messung falsch, kostet das nichts. Hat sie gestimmt und es wurde neben der Markierung oder zu flach gegraben, verrechnen wir die Anfahrt – dann liegt kein Messfehler von CFT vor.
Öffnen und sanieren Sie den Schacht auch?
Nein. CFT ortet, markiert und protokolliert. Freilegen, Deckelwechsel und Sanierung übernimmt Ihr Installateur oder Ihre Baufirma, mit unserem Befund als Grundlage.
Passende weitere Leistungen
Abfluss- und Rohrreinigung
Wenn der Schacht gefunden ist und der Abfluss frei werden soll.
Kanaldokumentation im Altbestand
Wenn nicht ein Deckel fehlt, sondern der ganze Verlauf unbekannt ist.
Rohrbruchortung im und ums Gebäude
Wenn nicht der Zugang gesucht wird, sondern die undichte Stelle an der Leitung.
Schildern Sie, was Sie beobachten.
Beschreiben Sie einfach, was Sie sehen – ein Foto dazu, und wir legen das passende Verfahren oft schon vor dem Rückruf fest.
Was danach passiert
- Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
- Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
- Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.
Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00
Schildern Sie den Fall.
Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.
Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.