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Kanal und Abwasser · Bestand ohne Pläne

Kanaldokumentation im Altbestand in Wien, Niederösterreich und Burgenland

Im Altbestand ist die häufigste Antwort auf die Frage nach dem Kanalplan ein Schulterzucken. Es gibt keinen, oder es gibt einen, der vor drei Umbauten gestimmt hat. Wer so saniert, plant ins Blaue: Das Angebot nennt Meter, die niemand nachgemessen hat, und beim Aufgraben taucht ein Strang auf, den kein Plan kennt. Diese Leistung setzt davor an. CFT befährt das vorhandene Netz mit abbiegefähiger Kameratechnik – auch in die Abgänge hinein –, markiert den Verlauf an der Oberfläche, zeichnet ihn in Orthofoto und Bestandsplan ein und übergibt die Dokumentation, bevor Geld für Sanierung ausgegeben wird. Wir arbeiten dabei in Wien, Niederösterreich und Burgenland: kurze Anfahrt und schnelle Termine. Umfang und Termin klären wir unter +43 (0) 2252 53169.

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Kummer-NG-System steht in einem Innenhof an einer alten Steinmauer, davor ein geöffneter runder Schachtdeckel
Kanal und Abwasser

Was wir vor Ort tun

Wir arbeiten uns von Schacht zu Schacht durch das Netz und befahren die Stränge mit mehrfach abbiegefähiger Kameratechnik, die auch in die Abgänge einbiegt. Dabei entsteht die digitale Darstellung des Verlaufs; an der Oberfläche wird er markiert und anschließend eingezeichnet – draußen ins Orthofoto, innen in den Bestandsplan. Sie bekommen Verlaufsskizze, Leitungsdokumentation und je befahrener Leitung einen Inspektionsbericht.

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Das Wichtigste auf einen Blick

VerfahrenMehrfach abbiegefähige Kameratechnik, Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs, Oberflächenmarkierung, Einzeichnen in Orthofoto und Bestandsplan, Vermessung mit GPS oder Totalstation auf Wunsch
EinsatzbereichBestandsobjekte ohne Pläne oder mit unbrauchbaren Plänen: Wohnhäuser, Höfe, Gärten und Zufahrten
DauerTypischerweise 2 bis 4 Stunden, je nach Größe des Netzes und Zugänglichkeit der Schächte
ErgebnisformatVerlaufsskizze des aufgenommenen Netzes, Leitungsdokumentation mit Schächten und Anschlusspunkten, Digitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs, Markierung des Verlaufs an der Oberfläche, Verlauf eingezeichnet im Orthofoto außen und im Bestandsplan innen, Bildbericht mit Standbildern aus der Befahrung, Inspektionsbericht je befahrener Leitung mit Auffälligkeiten und Schäden
EinsatzgebietWien, Niederösterreich und Burgenland

Was das bei Ihnen heißt

Sie haben ein Haus geerbt, gekauft oder seit dreißig Jahren bewohnt, und niemand weiß, wo die Grundleitung verläuft. Das stört genau dann, wenn saniert oder zugebaut werden soll. Wir nehmen auf, was tatsächlich liegt: welcher Strang wohin führt, wo Schächte sitzen, wie tief die Trasse verläuft. Sie bekommen den Verlauf markiert und als Skizze – eine Grundlage, mit der Sie Angebote vergleichen können, statt sie zu glauben.

So läuft der Einsatz ab

1. Sichten, was vorhanden ist. Sie legen zusammen, was es gibt – Altpläne, Einreichunterlagen, Auskünfte –, wir sagen dazu, was davon taugt.

2. Zugänge finden. Schachtdeckel und Revisionsöffnungen sind im Altbestand oft überasphaltiert oder zugewachsen. Ohne Zugang keine Aufnahme, deshalb steht das am Anfang.

3. Vorreinigen. In Leitungen, die jahrzehntelang niemand kontrolliert hat, liegt Ablagerung. Wir empfehlen deshalb eine Hochdruck-Vorreinigung: Ein zugesetzter Abgang bleibt sonst unentdeckt und fehlt am Ende in der Dokumentation.

4. Befahren und markieren. Die Stränge werden befahren, die Abgänge mit einbezogen. Dabei entsteht die digitale Verlaufsdarstellung; parallel wird der Verlauf an der Oberfläche markiert, Abzweiger und Schächte werden zugeordnet.

5. Einzeichnen. Draußen wird der markierte Strang am Orthofoto abgegriffen und dort eingezeichnet, in Innenräumen im Bestandsplan. Soll es lagegenau sein, messen wir die Punkte auf Wunsch mit GPS oder Totalstation ein.

6. Dokumentieren und übergeben. Sie erhalten Verlaufsskizze, Leitungsdokumentation, die eingezeichneten Unterlagen, Bilder und je befahrener Leitung den Inspektionsbericht. Geplant und gebaut wird von Ihrem Planer oder Rohrsanierer.

Technik und Verfahren

Mehrfach abbiegefähige Kameratechnik

Im Altbestand steht nicht einmal fest, wie viele Abgänge es überhaupt gibt – also wird nicht nur der Strang befahren, sondern jeder Abgang, den der Kopf findet: Er biegt ein und fährt weiter, auch über mehrere Abzweigungen hintereinander. Was ein starrer Kopf als dunkles Loch passiert, wird so Teil der Aufnahme und damit Teil des Plans, den es bisher nicht gab. Gearbeitet wird von DN 100 bis DN 200. Wo der Kopf nicht durchkommt – Verstopfung, eingestautes Wasser, ein verstürzter Abschnitt –, endet die Fahrt; der erreichte Punkt wird an der Oberfläche markiert und als Endpunkt vermerkt.

Digitale Rekonstruktion des Rohrnetzverlaufs

Die Kanalbefahrung zeichnet Weg, Richtung und Neigung mit; daraus entsteht der Netzverlauf als digitale Darstellung. Für ein Objekt ohne Plan ist das der erste Zusammenhang überhaupt: welcher Strang an welchem hängt, wohin das Gefälle läuft, wo ein Abgang blind endet. Es bleibt ein Verlaufsmodell und kein Vermessungsplan – Koordinaten entstehen erst, wenn zusätzlich eingemessen wird.

Oberflächenmarkierung

Der aufgenommene Verlauf wird auf Asphalt, Pflaster oder Wiese markiert, mit Achse, Abzweigern und Tiefenangaben – das Ergebnis, das auf der Baustelle zählt. Seine Grenze ist die Haltbarkeit: Farbe überlebt Regen und Verkehr nicht lange. Deshalb wird der Verlauf zusätzlich in eine Unterlage übernommen.

Einzeichnen in Orthofoto und Bestandsplan

Damit der Verlauf die Farbe überdauert, wird er in eine Unterlage übertragen. Im Freien geschieht das über den Abgriff am Orthofoto: Die markierten Punkte werden gegen das Luftbild abgegriffen und der Strang darin eingezeichnet – Gebäudekanten, Wege und Einfassungen liefern den Bezug. In Innenräumen tritt der Bestandsplan an diese Stelle, dort wird der Verlauf ins Geschoß eingetragen. Beides ist eine zeichnerische Übernahme und keine Vermessung: Sie zeigt zuverlässig, wo die Leitung liegt und wohin sie führt, ohne Koordinaten zu behaupten.

Vermessung mit GPS oder Totalstation, auf Wunsch

Wird es lagegenau gebraucht – weil über der Trasse gebaut wird oder der Verlauf in ein Kataster soll –, messen wir die markierten Punkte zusätzlich mit GPS oder Totalstation ein. Das ist eine eigene Position und läuft nur auf Bestellung; ohne sie bleibt es beim Einzeichnen.

Techniker in gelb-oranger Warnjacke kniet neben einer Bodenöffnung, führt ein violettes Kabel und fasst an einen Bildschirm

Was Sie bekommen

Vier Unterlagen, die dasselbe Netz aus verschiedenen Richtungen festhalten: die Verlaufsskizze mit Schächten und Abzweigern, die Leitungsdokumentation dazu, die digitale Darstellung des Rohrnetzverlaufs und den Bildbericht. Draußen ist der Strang zusätzlich ins Orthofoto eingezeichnet, drinnen in den Bestandsplan – die Markierung auf Asphalt, Pflaster oder Wiese ist das, womit auf der Baustelle gearbeitet wird, die Zeichnung das, was bleibt, wenn die Farbe weg ist.

Für jede befahrene Leitung kommt ein eigener Inspektionsbericht dazu. Er hält Strang für Strang fest, was die Kamera gesehen hat – was auffällig ist und was schadhaft, jeweils mit Metermaß und Lage im Netz. Schadstellen setzen wir zusätzlich nach oben, als Markierung auf dem Grundstück.

Bei jeder Angabe steht dabei, was gemessen und was vermutet ist. Ein Planer oder Rohrsanierer rechnet damit auf belegten Metern statt auf geschätzten.

Wir zeigen, was wir finden.

Zwei echte Ergebnisse aus dem Altbestand – die Planskizze einer Grundleitung und der dokumentierte Grundkanal eines Privathauses.

Planskizze einer Grundleitung: der Leitungsverlauf mit vier Schächten, je Schacht ein eingemessenes Umgebungsfoto, dazu Legende und Plankopf
Die Planskizze zur Grundleitung: vier Schächte, jede Haltung mit Nennweite und Länge, jedes Umgebungsfoto an seiner Stelle eingemessen – wo vorher kein Plan existierte.
Übersichtsplan eines privaten Grundkanals auf dem Orthofoto: der Strang mit Befund-Etiketten, Standbildern und Plankopf
Und der Grundkanal eines Privathauses: Strang, Befunde und Standbilder auf dem Orthofoto – der Bestand, wie er wirklich liegt.

Kosten und Aufwand

Einen Pauschalpreis gibt es nicht, weil Netzgröße, Zugänglichkeit und Aufnahmetiefe den Aufwand bestimmen; den Kostenrahmen stimmen wir vorher ab. Für die Ortung gilt unsere Nachmessungsregel: War unsere Messung falsch, messen wir kostenlos nach. Hat sie gestimmt und es wurde nur nicht genau genug gesucht oder nicht tief genug gegraben, wird die Anfahrt verrechnet. Die Trace-and-Access-Deckung der Gebäudeversicherung betrifft die Leckortung nach einem Wasserschaden und greift hier nicht.

Häufige Fragen und Antworten

Wir haben gar keinen Plan. Reicht das als Ausgangslage?

Ja, das ist der Normalfall. Wir beginnen bei den Zugängen und arbeiten uns von Schacht zu Schacht durch das Netz. Ein Altplan hilft, ist aber keine Voraussetzung.

Sehen wir damit auch, ob der Kanal kaputt ist?

Für jede Leitung, die befahren wird, ja: Der Bericht benennt, was auffällig und was schadhaft ist und wo im Strang es sitzt. Was nicht befahrbar ist, steht im Verlauf, aber nicht im Zustand – das sagen wir dazu, statt es zu überspielen.

Was passiert mit Strängen, die nicht befahrbar sind?

Die Fahrt endet dort, wo sie endet. Der erreichte Punkt wird markiert und als Endpunkt in Skizze und Zeichnung übernommen; der Abschnitt dahinter bleibt als offene Stelle ausgewiesen. Eine geratene Linie im Plan wäre im Altbestand das Gegenteil von hilfreich.

Sanieren Sie den Kanal danach gleich mit?

Nein. CFT befährt, markiert, zeichnet ein und dokumentiert; geplant und gebaut wird von Ihrem Planer oder Rohrsanierer. Genau deshalb geben wir die Aufnahme so vollständig heraus, wie sie ist – samt der Abschnitte, die unbefahrbar geblieben sind.

Fall schildern

Schildern Sie, was Sie beobachten.

Beschreiben Sie einfach, was Sie sehen – ein Foto dazu, und wir legen das passende Verfahren oft schon vor dem Rückruf fest.

Was danach passiert

  1. Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
  2. Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
  3. Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.

Lieber sprechen?
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Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00

Ihren Fall schildern

Felder mit dem Zusatz Pflichtangabe müssen ausgefüllt sein.

Zum Beispiel: Der Abfluss staut sich immer wieder, obwohl frisch geräumt wurde. Oder: Im Keller riecht es nach Kanal.

Ein paar schnelle Kreuze – wenn Sie mögen

Alles freiwillig. Kreuzen Sie an, was passt – gern auch mehreres. Was Sie nicht wissen, lassen Sie einfach frei.

Worum geht es?
Ist ein Zugang zum Kanal bekannt?
Wie alt ist das Haus, grob?
Straße und Ort genügen fürs Erste.
Bis zu acht Dateien, je höchstens 12 MB, zusammen 40 MB. JPG, PNG, HEIC, WebP oder PDF. Ein Foto der Putzöffnung, des Schachts oder ein Plan hilft uns sehr.

Telefon oder E-Mail – eines von beiden brauchen wir, um zu antworten.

Wie wir mit Ihren Angaben umgehen, steht in der Datenschutzerklärung.

Wir melden uns bei Ihnen. Ihre Angaben gehen ausschließlich an dienstleistung@cft.at und werden nicht weitergegeben.

Schildern Sie den Fall.

Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.

Anrufen +43 (0) 2252 53169

Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.

Wir kommen nicht, um zu suchen. Wir sind hier, um zu finden.

Die Entwicklung der Leitungs- und Rohrsuche, von rechts nach links: Wünschelrute, Sondierstab, elektromagnetischer Empfänger, Georadar.