Trinkwassernetz · Verlustanalyse
Wasserverlustanalyse für Wassernetze in Wien, Niederösterreich und Burgenland
Ein Netz verliert Wasser, und niemand weiß, wo. Die Wasserverlustanalyse beantwortet zuerst die Mengenfrage: wie viel geht verloren und in welchem Abschnitt. CFT erfasst die Verbrauchsmengen über Tage bis Wochen, klassifiziert Verbrauchs- und Verlustmengen und grenzt die spätere Feinortung auf wenige Segmente ein statt auf das ganze Ortsnetz. Angeboten wird die Leistung in Wien, Niederösterreich und Burgenland; Spezialmesstechnik und Auswertung stellen wir dafür selbst. Melden Sie den Verdacht unter +43 (0) 2252 53169 oder schriftlich an office@cft.at, dann klären wir Netzgröße, Zählerdaten und Termin.
Was wir vor Ort tun
Wir bilden die Zonen gemeinsam mit dem Wassermeister und werten je Zone den Nachtmindestverbrauch über Tage bis Wochen aus; bleibt die Grundlast erhöht, teilen wir die Zone durch schrittweises Absperren weiter. Wo genau die Leitung schadhaft ist, sagt diese Messung nicht. Wir benennen die auffälligen Segmente in Rangfolge, damit die Feinortung dort ansetzt.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Verfahren | Langzeiterfassung der Verbrauchsmengen, Segmentabgrenzung über Schieber und Zonen, Klassifizierung von Verbrauchs- und Verlustmengen (WVA), Verlustprofil als Grundlage der Vorortung |
|---|---|
| Einsatzbereich | Kommunale Ortsnetze, Verbandsleitungen, industrielle Werksnetze, Löschwasserleitungen |
| Dauer | Erfassung über Tage bis Wochen, je nach Netzgröße |
| Ergebnisformat | Auf Wunsch eine Dokumentation |
| Einsatzgebiet | Wien, Niederösterreich und Burgenland |
Für Wasserversorger
Sie sehen den Verlust in der Jahresbilanz, nicht auf der Straße: Die eingespeiste Menge passt nicht zur verrechneten Menge, die Hochbehälter laufen nachts länger nach, die Pumpen schalten häufiger. Die Analyse macht daraus eine belastbare Aussage – welche Segmente überdurchschnittlich viel Wasser aufnehmen und welche unauffällig sind. Damit lässt sich ein Sanierungsplan begründen und die Reihenfolge der Ortungseinsätze festlegen.
Was das im Betrieb heißt
Industrielle Werksnetze, Löschwasserringe und Verbandsleitungen haben dieselbe Frage, aber andere Randbedingungen: Produktionsschichten verfälschen den Nachtverbrauch, und manche Werksbereiche dürfen nicht abgesperrt werden; die Zonenbildung wird deshalb vorab mit Ihrer Betriebsführung abgestimmt. Für Ausschreibungen ist die Analyse eine eigenständige, vom Ortungseinsatz getrennt kalkulierbare Position. Bewertet wird der Nachtmindestverbrauch je Zone; die Klassifizierung folgt der Wasserbilanz-Systematik des Regelwerks – in Österreich dem ÖVGW-Regelwerk zu Wasserverlusten.
So läuft der Einsatz ab
1. Netzunterlagen sichten. Sie stellen Leitungsplan, Zonenübersicht, Zählerdaten und die Einspeisemengen der letzten Monate bereit.
2. Messstellen einrichten. Gemeinsam mit dem Wassermeister werden Zonen gebildet und die Erfassungspunkte festgelegt. Für die Zeit der Messung bleiben die abgestimmten Schieberstellungen unverändert, sonst wandern Mengen zwischen den Zonen.
3. Erfassen über Tage bis Wochen. Die Verbrauchsmengen werden über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet, damit Wochentags-, Wochenend- und Nachtverläufe vergleichbar werden. Ein einzelner Messtag reicht dafür nicht.
4. Auswerten. Verbrauchs- und Verlustmengen werden klassifiziert und die Segmente in eine Rangfolge gebracht. Das Ergebnis besprechen wir mit Ihnen.
Technik und Verfahren
Langzeiterfassung der Verbrauchsmengen
Gemessen wird nicht ein Zustand, sondern ein Verlauf: Über Tage bis Wochen werden die Verbrauchsmengen je Zone aufgezeichnet. Maßgeblich ist der Nachtmindestverbrauch – auffällig ist ein Segment, dessen Grundlast auch ohne Abnahme nicht auf null geht. Bleibt sie erhöht, wird die Zone durch schrittweises Absperren weiter geteilt (Step-Test). Die Messung sagt, dass Wasser verloren geht, nicht warum.
Segmentabgrenzung über Schieber und Zonen
Ein Netz wird über Schieberstellungen in Abschnitte geteilt, die einzeln beobachtet werden können – dauerhaft als Messzone oder temporär für die Dauer der Analyse. Voraussetzung ist, dass die Schieber gangbar und geschlossen dicht sind; daran scheitert die Abgrenzung häufig, weshalb die Schieberwartung oft der sinnvollere erste Auftrag ist.
Klassifizierung von Verbrauchs- und Verlustmengen
Die Klassifizierung folgt der Wasserbilanz-Systematik des Regelwerks – in Österreich dem ÖVGW-Regelwerk zu Wasserverlusten – und trennt verrechneten Verbrauch, Eigenverbrauch, scheinbare Verluste aus Zählerfehlern und reale Verluste. Scheinbare Verluste wirken in der Menge wie reale und müssen im Gespräch mit dem Betreiber ausgeschieden werden.
Verlustprofil als Grundlage der Vorortung
Das Profil legt fest, in welcher Reihenfolge die Segmente akustisch abgesucht werden. Ohne diese Vorarbeit sucht man blind im Ortsnetz – jeder Straßenzug ist gleich verdächtig, und der Aufwand vervielfacht sich, ohne dass die Trefferwahrscheinlichkeit steigt. Mit dem Profil steht die Reihenfolge fest, und die Feinortung beginnt dort, wo die Menge fehlt.
Was Sie bekommen
Die Leistung ist die Messung selbst; eine Dokumentation gibt es auf Wunsch. Wir sagen Ihnen, wo die Feinortung ansetzt. CFT gräbt nicht und repariert nicht.
Kosten und Aufwand
Der Aufwand hängt von Netzgröße, Zahl der Zonen und Erfassungsdauer ab; kein Netz gleicht dem anderen. Den Kostenrahmen stimmen wir vor dem Einsatz telefonisch ab. Anders als bei der Leckortung im Gebäude greift hier keine Gebäudeversicherung, weil es um Ihre eigene Infrastruktur geht.
Häufige Fragen und Antworten
Reicht eine Nacht Messung nicht aus?
Nein. Ein einzelner Nachtwert kann durch eine Löschwasserentnahme, eine Behälterbefüllung oder einen Großabnehmer verfälscht sein; erst der Vergleich über Tage bis Wochen zeigt, ob die Grundlast dauerhaft erhöht ist.
Muss die Versorgung während der Analyse unterbrochen werden?
Nein. Es wird gemessen, nicht abgestellt. Soll ein Segment vollständig isoliert werden, wird das vorab mit Ihnen und den betroffenen Abnehmern geplant.
Findet die Analyse das Leck?
Nein, und das ist der Punkt. Die Wasserverlustanalyse grenzt Segmente ein, die punktgenaue Ortung erfolgt anschließend akustisch im Zuge der Rohrbruch- und Lecksuche.
Was ist, wenn kein Verlust gefunden wird?
Auch das ist ein Ergebnis und wird so benannt. Bleibt die Grundlast überall unauffällig, liegt die Differenz in der Bilanz meist bei Zählern, Eigenverbräuchen oder ungemeldeten Entnahmen. Der Bericht benennt, welche dieser Möglichkeiten die Messung ausschließen konnte.
Passende weitere Leistungen
Rohrbruch- und Lecksuche im Netz
Die akustische Feinortung in den Segmenten, die das Verlustprofil benennt.
Schieberwartung im Wassernetz
Ohne gangbare, dichte Schieber lässt sich ein Netz nicht sauber in Zonen teilen.
Quellenleitungsortung und -inspektion
Wenn der Verlust vor dem Ortsnetz liegt, in Zuleitungen und Quellfassungen.
Schildern Sie den Befund.
Je genauer Sie den Befund beschreiben, desto gezielter kommen wir an. Pläne, Messwerte und Fotos helfen uns, das Verfahren schon vorher festzulegen.
Was danach passiert
- Wir lesen Ihre Nachricht und ordnen den Fall einem Verfahren zu.
- Wir melden uns bei Ihnen – meist mit einer Rückfrage, die den Termin verkürzt.
- Wir nennen Ihnen den Termin und was er kostet, bevor jemand losfährt.
Lieber sprechen?
+43 (0) 2252 53169
Mo–Do 8:00–16:30 · Fr 8:00–12:00
Schildern Sie den Fall.
Am schnellsten telefonisch – dann klären wir gleich, welches Verfahren passt und was Sie vorbereiten sollten.
Außerhalb der Bürozeiten schriftlich an office@cft.at.